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Liebe und Freiheit

"Liebe zur Freiheit ist die Zierde sterblicher Wesen."

John Wesley (1703 - 1791)

Leitwort im Fenster der EMK Bern April / Mai 2019

Thema

Jetzt mal ehrlich …

Sie tun es. Ich auch. Nicht immer. Aber immer wieder. Wissent­lich. Manchmal ungewollt. Ohne mit der Wimper zu zucken. Mit einem schlechten Gewissen. Was tun wir alle? Lügen. Nicht die Wahrheit sagen. Sie zurechtbiegen. Verschleiern. Schön reden. Wir leben in einer Welt, in der die Lüge gelebt wird und zum Alltag gehört. Auch gerade in den sozialen Netzwerken.

Ein Leben ohne Lügen, geht das überhaupt? Warum belügen wir andere und uns selber? Wieso belügen sich Menschen gegensei­tig? Vielleicht, um vor anderen besser da zustehen. Möglicher­weise auch, um die eigenen Schwächen und Fehler zu über-
decken. Oder um möglichen Erwartungen gerecht zu werden. Dabei wollen wir doch echt sein und authentisch leben. Aber jetzt mal ehrlich, wünschen wir uns das wirklich? Das würde doch heissen, dass wir uns nicht immer so verhalten, wie es in uns aussieht: Wir sind nicht nur lieb, nett, freundlich, zuvorkommend und hilfsbereit, sondern auch böse, unerbittlich, ekelhaft, gemein und noch anderes mehr. Nicht zum Aushalten wäre das.

Wir können jedoch ein ehrliches Leben führen. Ehrlich ist noch etwas anderes als echt oder authentisch. Ehrlich meint: anständig, redlich, aufrichtig, vertrauenswürdig, ohne Lüge, ohne Verstellung. In Psalm 139 heisst es: „Herr, du erforschst mich und kennest  mich. Ich sitze oder stehe auf, so weisst  du es; du verstehst meine Gedanken von ferne …“ Das kann einen im ersten Moment erschrecken, dass da jemand ist, der alles weiss und sieht. Kontrolle, Überwachung total. Aber dem ist eben nicht so. Gott sieht uns an mit Augen der Liebe, von dem Augenblick an, in dem er uns ins Leben gedacht hat. Und mit diesem Blick begleitet er uns, trägt er uns, führt er uns und er öffnet uns die Augen: Sehen, was gewesen ist und wo etwas in Ordnung gebracht werden muss; aber auch, wo jede und jeder sich verändern kann. Gott liebt uns, so wie wir sind. Wir brauchen uns selber und anderen nichts (mehr) vorzumachen. Er liebt uns, so wie wir sind, aber nicht bleiben müssen.

Ein ehrliches Leben führen – geht das überhaupt? Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert und allemal besser als lügen und im falsch verstandenen Sinne echt und authentisch zu sein.

 

Jeannette Kasper-Reber

 

 

Die Seele baumeln lassen...

...das können Ursula und Egon Brechbühl eine Woche lang. Und zwar dank allen, die sich finanziell daran beteiligt haben.

Wie ihr euch sicher noch erinnern könnt, wurde im Dezember 2018 das Haus von Ursula und Egon Brechbühl durch einen Brand zerstört. Mit verbrannt ist alles, was ihnen lieb und teuer war. Innerhalb kurzer Zeit standen sie vor dem Nichts und müssen wieder bei null anfangen. Das ist alles andere als einfach. Es muss an so vieles gedacht und so manches erledigt werden, dass man manchmal nicht mehr weiss, wo einem der Kopf steht. Da tut es gut, sich einmal für eine bestimmte Zeit zurückzuziehen und die Seele baumeln zu lassen.

In zwei Gottesdiensten am Standort Altstadt und Bümpliz wurde daher die Kollekte bestimmt, um Brechbühls eine Auszeit zu er­möglichen. Am 06. Februar 2019 habe ich mich mit Ursula Brech­bühl getroffen und ihr im Namen der EMK Bern einen Gutschein überreicht für: 7 Übernachtungen mit Halbpension im Hotel
Alpina in Adelboden. Ihre vor Freude strahlenden Augen und ihre Dankbarkeit haben mich tief berührt. Berührt hat mich aber auch die Solidarität von euch, die ihr dieses Geschenk ermöglicht habt. Ein herzliches und grosses Dankeschön euch allen.

Liebe Ursula, lieber Egon, mögen die Tage in Adelboden sich euch wohlwollend entgegen neigen und euch das schenken, was ihr braucht, um wieder voll Vertrauen und Zuversicht im Alltag un­terwegs sein zu können.

 

Jeannette Kasper

Für die EMK Bern

 

 

 

Was für eine Überraschung...

 

… als wir erfahren haben, dass wir – dank den von euch zusam­mengelegten Kollekten – eine Woche Ferien im Hotel Alpina in Adelboden verbringen dürfen! Das hat uns sehr bewegt und enorm gefreut. Ganz herzlichen Dank! Nur zu gerne wären wir
sofort weg vom Chaos in die Ruhe von Adelboden geflüchtet. Aber es brauchte uns vor Ort….das Ganze von vorne:

 

Am 21. Dezember 2018 ist unser denkmalgeschütztes, ehemaliges Bauernhaus von 1735 vollständig abgebrannt.

Nach dem Mittag rief mich der Vater der eritreischen Familie, die bei uns wohnte, ins Büro an und sagte: «Ursula, es gibt Feuer.». «Wo gibt es denn Feuer, Mohamed?» «Bei uns hier im Haus, unser Haus brennt. Ich habe die Feuerwehr und die Polizei gerufen». «Wie geht es Euch und den Kindern, sind alle aus dem Haus?» «Ja, wir sind bei Nachbarn»…Ganz erschlagen und schlotternd eilte ich hinauf in die Wohnung zu Therese und Martin Streit, die mich liebevoll betreuten. Martin hat dann meinen Mann, Egon, informiert.

 

Dann, in Faulensee, haben die eritreische Familie und wir grosse Solidarität und Hilfe von Nachbarn, Freunden, Bekannten, Unbe­kannten, Feuerwehr, Polizei, Care-Team, Behörden und Versicherungen erhalten.

Am Abend hatten wir alle ein Bett, Essen, Kleider und die Kinder Spielsachen. Und dann das: Noch vor dem Einnachten stand ein Feuerwehrmann mit Nubia - unserer verhützelten und verängstig-ten Katze - auf dem Arm, vor mir. Mit leuchtenden Augen sagte der 5-jährige Mahmoud, der neben mir stand: «Ursula, du bist ein Glückspilz, du hast Deine Katze wieder».

 

Von da an bis zum heutigen Tag sind wir konfrontiert mit Ermitt­lungsfragen sowie mit Behörden- und Versicherungskram. Aber auch emotionale Auf und Abs gehörten zu unserem Alltag: Viele Tränen, Trauer, Wut, unlogisches Handeln und Lachen über unser Verhalten und unsere Gedanken, «wo ist Gott?»… bis wir merk­ten, dass er uns immer ganz nahe war und Schlimmeres verhin­dert hat. Wir mussten uns jeden Morgen eine Tagesstruktur
geben und am frühen Abend schon fühlten wir uns dann sehr müde von all dem Trubel, schliefen sofort ein oder lagen ganze Nächte wach. Wenn am Morgen die Sonne den schneebedeckten Niesen zum Leuchten brachte, dann machte uns das Mut, unser Chaos in unseren Köpfen erneut etwas zu ordnen; und leise mischte sich Aufbruchstimmung dazu.

 

Wir erhielten viele Einladungen und es gab zahlreiche Gespräche in Familie und bei Freunden und Nachbarn, die bisher nicht in dieser Tiefe, Vertrautheit und Offenheit geführt worden waren - muss dafür zuerst ein Haus abbrennen?!!

 

Ab 1. April werden wir nun in ein «definitives Provisorium» ziehen und dann langsam den Wiederaufbau unseres Hauses an die Hand nehmen. Wir sind sicher, dass wir bis zur 1. Juliwoche, dann, wenn wir im Hotel Alpina das grosszügige Geschenk einlö­sen werden, erste Projektskizzen haben werden. In Adelboden können wir dann die Seele so richtig baumeln lassen, versuchen, das Geschehene hinter uns zu lassen und nach vorne zu schauen. Ihr alle habt uns dies mit dem Zusammenlegen der Kollekten er­möglicht. Das hat uns tief berührt. Wir danken euch von Herzen für diese Grosszügigkeit und euer Mittragen in Worten und im
Gebet.

 

Im Wohnzimmer unseres Hauses stand ein grosser Papyrus, der den Brand nicht überlebt hat. Bei den Räumungsarbeiten fanden wir einen kleinen Ableger des Papyrus, den Egon ein paar Wochen zuvor gezogen hatte. Wir haben diesen eingepflanzt und – oh Wunder – er wächst. Das zarte, mittlerweile vierzig Zentimeter hohe Pflänzchen, streckt sich dem Licht entgegen. Für uns ist das ein Symbol des Neuanfangs: Es ist vieles zerstört, aber vieles wird auch wieder wachsen und blühen.

 

Ursula und Egon Brechbühl

 

 

            

Methodisten gründen neuen "Gemeinde-Bezirk"

Die Kirchenleitung der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in der Schweiz hat beschlossen, einen neuen «Gemeinde-Bezirk» zu gründen. Das Besondere daran: Die zugehörigen Kirchgemeinden entstehen erst – und sind an unterschiedlichen Orten in der Schweiz zu finden.

 

Seit einigen Jahren entstehen unter Methodist/innen in der Schweiz Projekte, in denen Kirche in neuen, unkonventionellen Formen gelebt wird. In solchen neuen Gemeinschaften sollen Menschen in Kontakt mit dem Glauben kommen können, die in Milieus leben, die durch die klassische kirchliche Arbeit nicht erreicht werden. Bis Ende 2018 wurden mehr als zwei Dutzend Ideen für solche sogenannte «fresh expressions»-Projekte entwickelt. 16 dieser Projekte sind gestartet oder stehen kurz davor.

 

Einige der Projekte sind eng verknüpft mit lokalen Gemeinden der EMK entstanden. Die Mehrzahl der Projekte, die meist von Laienpersonen geführt werden, ist nicht unmittelbar mit einer bestehenden Ortsgemeinde verbunden. Um diese Methodist/innen in ihrem Engagement besser unterstützen zu können, den Erfahrungsaustausch zu intensivieren und den innovativen Projekten auch innerkirchlich ein stärkeres Gewicht zu geben, hat Bischof Patrick Streiff zusammen mit der Distriktsvorsteherin und den Distriktsvorstehern beschlossen, per 1. Januar 2019 einen neuen «Bezirk fresh expressions» zu gründen.

 

In der EMK besteht ein «Bezirk» üblicherweise aus einer oder mehreren lokalen Kirchgemeinden. Ein «Bezirk» bildet die kleinste organisatorische Einheit. Die sechs kirchlichen Gemeinschaften, die gegenwärtig zu diesem neuen «Gemeinde-Bezirk» gehören, sind allerdings an sechs unterschiedlichen Orten vom Bodensee bis ins Berner Oberland beheimatet. Vier weitere Projekte, die in der nächsten Zeit starten werden, könnten ebenfalls Teil des neu gegründeten «Bezirks fresh expressions» werden.

 

Pfarrer Matthias Fankhauser, Bereichsleiter «GemeindeEntwicklung» und Beauftragter für «fresh expressions» in der EMK übernimmt die Leitung des neuen Bezirks. Mit der Entscheidung, diesen neuen Gemeinde-Bezirk zu gründen, stärken die Verantwortlichen die strategische Entscheidung, Innovation zu fördern und Menschen in die Nachfolge Jesu Christi zu führen.

 

 

 

Leitwort zum Fenster der EMK Bern Dezember 2018 / Januar 2019

Bernhard Luginbühl, Bahnhof Luzern

Mit unseren Gaben im Dienst Gottes und der Menschen!

 

Für die EMK Bern beginnt in diesen Tagen ein neuer Abschnitt. Ich gebrauche ein Bild dafür: Die EMK Bern erhält ein neues Getriebe. Es sind die inhaltsbezogenen Bereichsleitungen, die das Leben an den einzelnen Standorten und in den gemeinsamen Aktivitäten antreiben sollen. Es sind nicht mehr die standortbezogenen Gemeindeleitungen. Die Bereichsleitungen begleiten und koordinieren das Bestehende und sie stossen Neues an.

Der Motor bleibt der gleiche. Es ist unser bewegt sein von Gott. Gottes Geist, seine Gegenwart, seine Liebe erfüllt uns. Das gibt uns Energie. Es bewegt uns auf die Menschen zu, die von Gott geliebten und beschenkten Menschen.

Auch der Auftrag, zu dem wir uns gerufen und gesendet wissen, bleibt der gleiche. Mit dem, was wir sind, stehen wir im Dienst für Gott und im Dienst für die Menschen. Gott hat die EMK Bern in diese Stadt gestellt. Er hat sie werden lassen wie sie ist, mit ihrer Geschichte, mit ihren Eigenheiten, mit ihren Qualitäten und mit ihren Grenzen. Die EMK Bern ist ein ganz spezifischer, ein vielfältiger und wichtiger Teil des Leibes Christi. Er hat Bedeutung bei Gott und Bedeutung für Menschen in dieser Stadt. Für Gott und seine Sache wollen wir da sein und für die Menschen, die Gott uns an die Seite stellt oder unsere Wege kreuzen lässt. Die Menschen mit hineinnehmen in die Wirklichkeit der Liebe und Güte Gottes, an der wir alle teilhaben dürfen. Das ist und bleibt unser Auftrag.

 

Auch für mich persönlich beginnt in diesen Tagen ein neuer Abschnitt. Nach etwas mehr als 11 Jahren Dienstzeit in der EMK Bern geht es mit neuem Getriebe weiter. Kein Arbeitsvertrag mit der EMK mehr, der mich ins Büro, an Sitzungen, auf die Kanzel treibt. Nur noch das, was mich innerlich antreibt in den Bereichen Familie, Hobby und Ehrenamt. Motor und Auftrag bleiben auch bei mir gleich. Gott bewegt, hin zu den Menschen, mit den Gaben und Möglichkeiten, die Gott in mich legt.

Es war eine gefüllte, abwechslungsreiche Zeit für mich hier in der EMK Bern. Ich danke für die erlebte Weggemeinschaft, für alles Wohlwollen, für alle Offenheit. Ich freue mich an allem, was ich geben durfte und an allem, was ich erhalten habe.

Der letzte Gottesdienst meiner Zeit im aktiven Dienst in Bern wird am 6. Januar 2019 in der Matthäuskapelle in Bümpliz stattfinden. Ich freue mich, an diesem Morgen das gemeinsame Teilhaben an Gottes Welt noch einmal so richtig mit euch feiern zu können. Es verbindet uns über alle wechselnden Zeiten hinweg.

Theo Rickenbacher

Abschluss-Gottesdienst Theo Rickenbacher

 

Der erste Gottesdienst im neuen Jahr 2019 ist zugleich ein Abschluss. Theo Rickenbacher geht per 31.12.18 in den Ruhestand.

Er lädt zusammen mit den Bümplizern den ganzen Bezirk und Gäste aus den Bümplizer Kirchen ein zum Abschlussgottesdienst.

 

Am Sonntag, 6. Januar 2019 

eine "Teilhaben-Feier mit Chile-Zmorge"

um 10.00 Uhr in der Matthäuskapelle Bümpliz

 

Wir feiern das gemeinsame Teilhaben an Gottes Welt

Wir feiern Tischgemeinschaft

Wir tauschen Gedanken aus zum Thema des 6. Januars:

"Weise sein - den Hinweisen folgen"

Wir freuen uns an der gemeinsam erlebten Zeit und sagen ade.

 

Die Teilnehmenden an der "Teilhaben-Feier" sitzen an Tischen.

Es wird Platz für alle haben! Die Bümplizer wissen von den Erntedank-Kaffeestuben her, wie man die Matthäuskapelle entsprechend einrichtet.

Theo Rickenbacher sorgt für ein vielfältiges Chile-Zmorge. Die Getränke bereiten die Bümplizer Frauen zu. 

Die Feier hat ein Open End (wie jeweils der Kirchenkaffee). Gäste können auch nach 11 Uhr noch eintreffen und teilhaben an der Tischgemeinschaft, an der Begegnung und an der Freude an Gott, die über alle Abschiede hinaus trägt.

 

Ich freue mich auf alle Begegnungen und auf das gemeinsame feiern am 6. Januar 2019!

Theo Rickenbacher

Brief des Bezirksvorstandes an Theo Rickenbacher

Lieber Theo

 

Langsam aber sicher neigt sich Dir der dritte Lebensabschnitt entgegen. Mit jedem Tag rückt der Zeitpunkt näher, an dem Du dich als Pfarrer von uns verabschiedest. Ab dem 6. Januar 2019 gehört die EMK Bern, was Deinen Teilzeitjob betrifft, der Vergangenheit an. An dem genannten Datum wirst Du deinen letzten Gottesdienst gestalten und zusammen mit der Gemeinde feiern. Dann wirst Du auch ganz offiziell verabschiedet. Und doch ist es jetzt schon soweit, nämlich, was das „Fenster“ betrifft. Die Ausgabe, die vorliegt ist die letzte, die durch Deine Hand und durch Deinen Computer ging. Es ist die letzte, die Du redigiert hast.

In Deiner „Fenster“-Zeit hat sich das Informations-Blatt gewandelt, sowohl vom Format und der Erscheinungsweise her als auch inhaltlich. Dies jeweils in Absprache mit dem Bezirksvorstand. Was die Gestaltung betrifft, so hattest Du freie Hand und Du hast dies auch genutzt. Seit Jahren hast Du Schreibarbeiten in Auftrag gegeben und dafür gesorgt, dass sie rechtzeitig bei Dir eingetroffen sind. Und das war sicher nicht immer einfach. Nebst all den „Füllern“, die es immer wieder braucht, hast Du auch zahlreiche Artikel zu ganz unterschiedlichen Themen verfasst. Passende Fotos mussten gesucht und eingefügt werden. Für den Schlussspurt bis zur Drucklegung blieb oft nicht viel Zeit.

Wir alle haben keine Ahnung, wie viele Schweisstropfen Deine Computer-Tastatur schlucken musste. Es werden sicher zahlreiche gewesen sein. Und die Freude an dieser Arbeit hat Dir sicher nicht immer ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Das „Fenster“ lag stets termingerecht an den drei Standorten auf, erreichte alle Mail-Adressen oder landete im guten alten Briefkasten. Du hast uns, dem Bezirksvorstand, einmal gesagt, dass Du pro Nummer ungefähr acht Stunden einsetzt, also „ e ganze Tag!“ Das „isch de öppe nid nüt“, wie es im Dialekt heisst.

 

Wir danken Dir, lieber Theo, ganz herzlich für die „Fenster“-Arbeit, die Du mit grossem Engagement und Sachkenntnis für uns in der EMK Bern, aber auch für Menschen darüber hinaus getan hast. Du hast mit deinem Stil das „Fenster“ mitgeprägt. Wir wünschen Dir, dass Dir die „Fenster-lose“ Zeit freundlich entgegenkommt und Du die gewonnene Zeit so richtig geniessen kannst. Es ist ja auch schön, nicht mehr zu müssen, sondern zu dürfen. Vielleicht auch wieder einmal zu einem interessanten Thema schreiben.

 

Mit grossem Dank und einem „Bhüet di Gott“

Jeannette Kasper,

im Auftrag des Bezirksvorstandes

 

Nachtrag: Ein herzliches Dankeschön allen, die in irgendeiner Weise an der Entstehung, Produktion und Versand des „Fenster“ beteiligt sind. Das „Fenster“ zeigt, was ein Miteinander bewirkt und dass es mehrere Menschen braucht, damit ein „Ganzes“ entsteht und gelingt. 

Erntedank-Gottesdienst oder ein Gang durch die Ornithologie

Spannend ist es an diesem 28. Oktober. Die ersten Schneeflocken dieses Winters fallen überraschend nicht nur in den Bergen, sondern auch in Bümpliz. Im Kapellenraum erscheint auf der Grossleinwand eine bunte Schar von einheimischen Vögeln. Theo Rickenbacher stellt unser Wissen in Sachen Vögel auf den Prüfstand. Der eine oder andere denkt sicher, auf was will er hinaus. Vögel und Erntedank, was soll das und warum sind wir in dieser Diskussion um Vogelnamen ausgerechnet bei den Schwanzmeisen stehen geblieben? Was fasziniert uns am Leben dieser Vögel?

 

In Matthäus 6, 26 steht: „Sehet die Vögel des Himmels, sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen, euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel besser als sie?“ Gute Frage! Sind wir das?

 

Oder gibt es vielleicht doch Parallelen zwischen dieser Vogelschar und den Anwesenden an diesem Sonntagmorgen? Verhalten wir uns wie die Schwanzmeisen? Zeigen wir ein ausgeprägtes Sozialverhalten? Rücken wir bei Bedarf eng zusammen? Verteidigen wir auch unser Territorium? Sind wir in kleinen Trupps unterwegs? Sind wir tatsächlich lebhaft und ständig in Bewegung?

 

Der Gottesdienst ging dem Ende entgegen und der Kirchenkaffee Spezial lockte die Gottesdienstbesucher in den Jugendraum an das reichgedeckte Erntedank-Buffet. Die Frauen haben dafür ihr Bestes gegeben, es wurde mit viel Liebe gebacken was das Zeug hält und viel ist nicht übriggeblieben. Zusammengerückt an den Tischen, vor vollen Tellern und in Gespräche vertieft, kam mir doch wieder der Gedanke, ob wir vielleicht doch mit diesen Schwanzmeisen etwas gemeinsam haben?

 

Lily Baumann-Steiner

Leitwort zum "Fenster der EMK Bern" November 2018

"Von Gott bewegt, in Liebe den Menschen zugewandt, wecken, fördern und unterstützen wir Menschen,

ihre Gaben zu entdecken..."

Dass dies geschieht, darin sieht der Bezirksvorstand die "Mission" der EMK Bern.

Beat Bühler gibt seine Gedanken dazu weiter.

 

Gabenorientiertes Arbeiten!

Haben Sie das auch schon gehört, kommt es Ihnen auch bekannt vor?

Das war doch schon ein Slogan vor 25 Jahren (für mich zu Zeiten der Gemeinde im Alfa).

Wie haben wir krampfhaft Gaben gesucht...

 

Haben Sie auch Mühe, ein Geschenk anzunehmen, ohne gerade wieder ein Gegengeschenk zu machen?

 

Nun aber zu den Gaben. Was ist eine Gabe, was sind Gaben überhaupt?

    Hier drei Arten von Umschreibungen:

    1. Geschenk, Aufmerksamkeit, Widmung, Präsent, Mitbringsel, Give-away

    2. Beitrag, Spende, Unterstützung, Scherflein, Obolus, Almosen

    3. Anlage, Befähigung, Begabung, Berufung, Eignung, Fähigkeit, Genialität, Intelligenz,

       Klugheit, Kompetenz, Neigung, Stärke, Talent, Veranlagung

Wenn wir im Sinne der Überschrift von Gaben sprechen, dann meinen wir meistens die dritte Art.

Was aber, wenn wir uns weder befähigt, berufen, geeignet noch talentiert für die Mitarbeit in der Gemeinde fühlen? Wenn wir andere sehen, die dies oder das so gut können?

Vielleicht hilft es, auf die erste Art Gaben zu schauen.

Was haben wir alles schon für Geschenke, Aufmerksamkeiten von Gott und den Mitmenschen bekommen.

Wir leben, atmen, haben ein Dach über dem Kopf, genügend Lebensmittel und so vieles mehr.

Können wir diese Gaben einfach so annehmen, ohne gerade wieder eine Gegenleistung machen zu wollen?

Können wir es geniessen, ohne gleich in einen "Leistungs-Stress" zu kommen?

Wenn nicht, müssen wir uns sagen, all unser Sein und all unser Tun ist nur von der Gnade Gottes gegeben.

Das weist von uns weg, macht uns von uns frei. Aus Dankbarkeit können wir uns für andere Menschen einsetzen. Warum nicht in der Gemeinde? Nicht weil wir müssen, sondern weil es uns ein Bedürfnis ist.

Und plötzlich, wenn wir nicht unter Druck stehen, etwas tun zu müssen, sondern weil wir wollen, fällt uns ein - was uns leicht von der Hand geht, was wir tun könnten...

Im Sinne von 1. Korinther 12, 25. Nach seinem Willen soll unser Leib nämlich eine untrennbare Einheit sein, in der jeder einzelne Körperteil für den anderen da ist.

... als Puzzleteil von etwas Ganzem.

 

Beat Bühler

Unterwegs zur prozessorientierten Leitungskultur

Die EMK Bern ist daran, einen Kulturwandel zu vollziehen. Massgebliches Kriterium für die Entwicklung der EMK Bern soll neu der Jüngerschaftsprozess sein, mit den Schritten "Begegnen - heimisch werden - lernen und entdecken - gehen und einsetzen". Vollzogen wird der Kulturwechsel unter anderem durch vier neue Bereichsleitungen.

 

Am 18. Oktober fand ein Informationsabend zur Arbeit in den Bereichsleitungen statt. Es waren 28 Personen anwesend. Sie liessen sich informieren, was eine Mitarbeit im Rahmen der neuen Leitungskultur konkret heisst. Elf von ihnen gaben bis heute (24.10.) die Zusage zu einer Mitarbeit, bei neun ist die Antwort noch offen.

 

Konkret heisst das, dass am Sonntag, 18. November 2018 an der ausserordentlichen Bezirksversammlung Leute in die Bereichsleitungen gewählt werden können.

Die Unterlagen mit den konkreten Wahlvorschlägen werden in einem separaten Versand zugestellt.

 

Die Bereichsleitungen werden gleich nach der Wahl ihre Funktion aufnehmen. Die Gewählten treffen sich noch im Dezember 2018, um sich zu konstituieren. Am 16. Januar 2019 ist ein erstes Treffen der Gewählten mit dem Bezirksvorstand vorgesehen, um dann konkret in die Arbeit einsteigen zu können.

Die Verdankung und Verabschiedung der Mitglieder der bisherigen Gemeindeleitungen ist in Vorbereitung und für den Januar 2019 geplant.

 

Theo Rickenbacher

Leitwort Fenster der EMK Bern Ausgabe Oktober 2018

Von Gott bewegte Menschen werden beauftragt und unterstützt, sich entsprechend ihren Fähigkeiten und Gaben für Andere einzusetzen. Dass dies geschieht, das ist die "Mission" der EMK Bern. Lily Baumann gibt ihre Gedanken dazu weiter.

 

Ich darf mich auf den Weg machen, sei er auch noch so lang, um gute Gefühle zu sammeln und Träume zu verwirklichen, Ängste und Störungen zu überwinden und Potentiale zu entfalten, Erfahrungen zu machen, Erkenntnisse zu gewinnen und Wegbegleiter zu finden.

Die Lebenserfahrung lehrt mich, dass nicht alles machbar ist. Trotzdem, ich will mich der Herausforderung stellen.

 

Als ich während der täglichen Bibellese im 1. Johannes 4,7-21 las: Wenn jemand behauptet „Ich liebe Gott“, und dabei seinen Bruder oder seine Schwester hasst, dann lügt er. Wenn er seine Glaubensgeschwister, die er sieht, nicht liebt, dann kann er Gott, den er nicht sieht, erst recht nicht lieben.

 

Es hat mich getroffen wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Wie soll ich mich für Andere einsetzen, wenn ich in der hintersten Ecke meines Herzens einem Menschen gegenüber schlechte Gefühle habe. Jesus, der wie kein anderer echte Liebe vorgelebt hat, geht sogar so weit, unsere Liebe zu Gott an der Liebe zu unseren Mitmenschen zu messen. Für Jesus steht und fällt unsere Liebe zu Gott damit, wie liebevoll oder nicht wir mit anderen Menschen, insbesondere unseren Wegbegleitern umgehen.

Unfriede und Kälte, Einsamkeit und Leid entspringen dieser Trennung von Gott, der Quelle der Liebe.

Ich lege alles in Gottes Hände, damit er mir hilft, in jedem Menschen das Gute zu entdecken. Ich spüre, wie nahe mir Jesus ist, das stärkt mein Vertrauen und lässt mich mutig sein.

 

Als wir vor Jahren in der Krypta der katholischen Kirche in Bümpliz den Weltgebetstag feierlich beendet hatten, dankte ich im Namen des Teams für die Gastfreundschaft hier in der reformierten Kirche. Gedankenblitz und den Versprecher korrigieren ... So ist es mit einer starken Ökumene, am Schluss weiss ich nicht einmal mehr, wo ich mich befinde.

 

Oder wie Phil Bosmans geschrieben hat: „Loslassen können ist das Geheimnis. Ich habe manchmal gesagt, dass der, der loslassen kann, unter dem Verlust von nichts leidet. Wer sich selbst in Gott verliert, verliert nicht sich selbst, sondern verliert nur seine Grenzen ... Loslassen heisst nicht Gleichgültigkeit, heisst nicht, sich um das Schicksal anderer nicht zu kümmern. Im Gegenteil. Man legt sein Lebenslos in Gottes Hände.“

 

Lily Baumann-Steiner

KULTURWANDEL - konkrete Schritte sind eingeleitet

Der Vorschlagsausschuss informiert

 

Zur Erinnerung: An der Bezirksversammlung 2018 haben wir als EMK Bern über unsere Zukunft abgestimmt und einem Kulturwandel zugestimmt. Einiges ist in der Zwischenzeit geschehen. Der BeVo (Bezirksvorstand) hat die nächsten konkreten Schritte geplant und eingeleitet. So wurden beispielsweise in den noch bestehenden Gemeindeleitungen die einzelnen Mitglieder gefragt, ob sie sich eine Mitarbeit in einem der vier zukünftigen Bereiche (begegnen – heimisch werden – lernen und entdecken – gehen und einsetzen) vorstellen können. In einem Kurzbeschrieb sind zudem die Aufgaben in einem Bereich festgehalten.

Der Vorschlagsausschuss (VA) hat seine Arbeit ebenfalls aufgenommen. Gesucht werden Leitungspersonen für einen der vier Bereiche (siehe oben). Sie werden Einsitz im BeVo haben. Gesucht werden auch Personen für die Mitarbeit in den verschiedenen Bereichen. Neben den vier Bereichen gibt es noch den Support, zu dem beispielsweise der Ausschuss für Verwaltung gehört. Der weiter oben erwähnte Kurzbeschrieb sowie ein Organigramm dienen als Grundlage für die Gespräche mit den Personen.

 

Dem VA und dem BeVo ist es ein Anliegen, mit möglichst vielen Leuten ins Gespräch zu kommen und sie für eine Mitarbeit zu begeistern. Dies lässt sich jedoch nicht „einfach so“ am Telefon oder zwischen „Tür und Angel“ und auch nicht in diesem „Fenster“ erledigen. Daher sind alle Interessierten zu einem offenen und lockeren Austausch eingeladen und zwar für

 

Donnerstag, 18. Oktober 2018 um 19.30 in der Altstadt (Raum Nünenen).

 

Dieses Treffen bietet die Möglichkeit, in einer lockeren Atmosphäre erste Eindrücke über die neue Arbeitsweise zu sammeln, miteinander ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und Anregungen zu äussern, aber auch, um sich gegenseitig zu motivieren und zu begeistern. Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung und auf das Gespräch in lockerer Atmosphäre.

 

Wir bitten Euch, die Arbeit des VA und des BeVo in Eure Gebete einfliessen zu lassen und danken für die immer wieder Mut machende Unterstützung.

 

Für den Vorschlagsausschuss

Jeannette Kasper

 

(Mitglieder des VA: Martin Streit (Vorsitz), Jeannette Kasper, Vreni Schneider, Maja Kessler, Samuel Wiedmer, Thomas Schmid)

 

 

Waldgottesdienst 26. August 2018

Ein schöner Gottesdienst mitten in der Natur.

Das Engagement der Jungscharen war erfrischend.

Herzlichen Dank allen, die etwas zu diesem denkwürdigen Gottesdienst beigetragen haben!

 

 

Immobilien Portfolio Management (IPM der EMK Schweiz

Am Samstag 25. August hatte eine ausserordentliche Tagung der Jährlichen Konferenz «Teil Schweiz» in der EMK 3x3 in Hunzenschwil stattgefunden. Das Thema war die Liegenschaftsbewirtschaftung der Bezirke der EMK Schweiz. Es ist eine Tatsache, dass immer mehr Bezirke Mühe haben, die erforderlichen finanziellen und personellen Ressourcen für eine Bausubstanz erhaltende Bewirtschaftung zu gewährleisten. Mit ca. 120 Liegenschaften mit einem beträchtlichen Wert, dürfen wir nicht die Bausubstanz der Liegenschaften verkommen lassen und so die wertvolle Gabe in Form von Land und Häusern unserer Vorgängergenerationen vernichten. In den nächsten Jahrzehnten wird von einem Investitionsvolumen von einigen Millionen Franken ausgegangen. Die Gesetzte der Bauvorschriften, des Mietrechtes und der Buchhaltung sind in den letzten Jahrzehnten um einiges komplexer geworden.

Aus diesem Grund hat der Vorstand der EMK Schweiz das Projekt IPM ins Leben gerufen. An der Jährlichen Konferenz 2017 hatte er erstmals darüber informiert. Ziel des IPM EMK Schweiz ist es, die Bezirke dahingehend zu entlasten, dass die nicht kirchlich genutzten Räumlichkeiten von der EMK Schweiz übernommen und zentral verwaltet und bewirtschaftet werden. Den Bezirken soll für ihre kirchlich genutzten Räumlichkeiten eine kompetente Unterstützung angeboten werden können, dazu wird ein internes Kompetenzzentrum für Liegenschaftsbewirtschaftung aufgebaut.

 

An der a.o. Tagung der JK «Teil Schweiz» in Hunzenschwil erlebten wir (Therese Streit, LM; Thomas Schmid, LM; Martin Streit, Pfarrer) eine gut organisierte Tagung und es herrschte eine wohlwollende Stimmung gegenüber dem Anliegen IPM. Es gab verschieden Ergänzungs- und Änderungsanträge.

 

Es wurde folgendes beschlossen:

- Der Schaffung eines internen IPM-Kompetenzzentrums wurde mit überwältigender Mehrheit zugestimmt.

- Der Partizipationsanteil (vereinfacht ist das eine Abgabe auf den Dauer-Mietzinsen der EMK Bern) wurde einmalig von 5% auf 7,5% erhöht und die Erhöhung wurde erst für das Jahr 2019 genehmigt. Ursprünglich lagen andere Anträge des Vorstandes der EMK Schweiz mit wesentlich höheren Partizipationsanteilen vor. Eine weitere Erhöhung des Partizipationsanteils kann nur durch die JK Teil Schweiz beschlossen werden.

- Die Liegenschaften und nicht kirchlich genutzte Räumlichkeiten können freiwillig zur Verwaltung an die EMK Schweiz übergeben werden. Ursprünglich war der Antrag, dass die Bezirke die nicht kirchlich genutzten Räumlichkeiten an das IPM übergeben müssen.

 

Für uns als EMK Bern gibt es Fragen Wie gehen wir als EMK Bern mit diesem Angebot um? Welche Vor- und Nachteile ergeben sich für uns als EMK Bern, wenn wir die nicht kirchlich genutzten Räumlichkeiten dem IPM EMK Schweiz übergeben?

 

Diese Fragen werden in der Verwaltung aufgearbeitet und dem Bezirksvorstand EMK Bern dann zur Besprechung vorgelegt. Unter Umständen werden wir auf die Bezirksversammlung 2019 einen entsprechenden Antrag stellen.

Wenn ihr Fragen zu diesem Thema habt, könnt ihr euch bei mir melden. Als Bezirksvorstand halten wir euch auf dem Laufenden.

 

Martin Streit

i.A. des Bezirksvorstandes

Leitwort zum Fenster der EMK Bern September 2018

In Liebe den Menschen zugewandt

 

"Von Gott bewegt, in Liebe den Menschen zugewandt, wecken, fördern und unterstützen wir Menschen, ihre Gaben zu entdecken und sie in den Dienst Gottes und der Menschen zu stellen." Das ist die Mission, die der Bezirksvorstand für die EMK Bern festgehalten hat.

Matthias Fankhauser gibt seine Gedanken dazu weiter.

 

Laut Umfragen zum Thema Kirche sehen sich nur gerade 20% der Befragten als „Kirchengänger“. Das heisst, sie nehmen mindestens einmal im Monat an einem kirchlichen Anlass teil. Der grosse Rest hat genug von der Kirche oder hatte noch gar nie Kontakt. Allein diese Einteilung zeigt, dass ein gutes Programm alleine nicht mehr genügt, um die Menschen unserer Umgebung zu erreichen. Denn sie sind entweder enttäuscht von dem, was sie erlebt haben, oder sie haben gar keinen Zugang zu Kirche. Auf der anderen Seite ist eine neue Lust nach Spiritualität in unserer Gesellschaft gewachsen, ebenso eine Sehnsucht nach Beziehungen. Wir sollten deshalb nicht annehmen, dass Menschen nicht auf der Suche nach Gott sind, nur weil sie nicht zur Kirche gehen.

 

Wenn unsere heutige Gesellschaft sich nach Spiritualität sehnt, aber nicht nach Religion, und dabei gleichzeitig nach guten Beziehungen sucht, was würde das für uns bedeuten? Nichts anderes als eine grosse Möglichkeit, den Menschen in der Liebe Gottes zu begegnen und mit ihnen Beziehungen zu bauen. Beziehungen, in denen Vertrauen wachsen kann, die verbindlich werden und in denen wir miteinander lernen, das Leben nach Gottes Idee zu gestalten. Wo ist Spiritualität tiefer erlebbar als bei dem, der sie erfunden hat, Gott? In guten, tragfähigen Beziehungen miteinander Gott zu entdecken, seine Kraft zu spüren, sich von ihm füllen zu lassen, kurz: ihm nahe zu sein, das ist die Herausforderung, der wir uns heute stellen müssen.

 

Diese Art, mit Menschen unterwegs zu sein, ist für viele nicht mehr selbstverständlich. Wir verlassen uns lieber auf das, was wir kennen. Deshalb gestalten wir unsere Gemeinschaften nach altem Muster, setzen einiges an Zeit, Kraft und auch Geld dafür ein, damit nicht noch mehr Leute der Kirche den Laufpass geben auf der Suche nach Gotteserfahrungen.

 

Schade, denn im Grunde wissen wir es nur zu gut: Gottes Herz ist bei den Menschen, nicht in unseren schönen Kirchengebäuden oder unseren tollen Angeboten. Nein, Gottes Herz ist bei den Menschen. Gut, wenn unsere Herzen bei den Menschen sind, denn dann sind wir bei Gott.

 

Text aus „Kirche anders - Fresh Expressions für Methodisten und andere mutige Christen“, Matthias Fankhauser, Verlag BoD, ISBN 978-3-7528-3386-7

Bibellesen in der Matthäuskapelle

Seit einem Jahr trifft sich eine kleine Gruppe jeweils am Donnerstag um 14.30 Uhr in der Matthäuskapelle, zum gemeinsamen Lesen in der Bibel und und zum Austausch darüber. Nach einer Sommerpause beginnen die Treffen im September wieder, unter der Anleitung von Andreas Frösch.

Einer der Teilnehmenden, Paul Baumann schreibt, warum ihm dieses Bibellesen wichtig ist.

 

"Dein Wort ist meines Fusses Leuchte und ein Licht auf meinem Wege".

Dieses Wort aus Psalm 119,105 ist ein Ansporn zum Bibellesen. Wie wollen wir erfahren, was Gott von uns erwartet und wie er uns helfen will, wenn wir die Bibel nicht kennen.

 

"Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis." Hosea 4,6

Erschreckend aber, dass man die Heilige Schrift kennen kann, ohne Gottes Herz zu verstehen.

 

Also beides wollen wir, in der Heiligen Schrift forschen und in Gottes Herz schauen.

Eine kleine Gruppe sind wir. Alles was wir lesen, verstehen wir nicht immer, aber Andreas Frösch, unser Leiter, kann uns vieles erklären.

Erkenntnis entsteht durch das Wort Gottes. Eine Verwässerung der Verkündigung führt zu einem Mangel an Erkenntnis. Das geistliche Leben zerbricht an der Komplexität unserer Welt und die Gemeinde driftet als blosse Begegnungsstätte in eine soziale Sackgasse ab. Sind wir doch vorsichtig, damit die Aushöhlung des geistlichen Lebens nicht geschieht!

 

31. Juli 2018. Paul Baumann

Sonntagschule Bümpliz im Seilpark Interlaken

Spass und Freude bei Klein und Gross,

gemischt mit einer Prise Herzklopfen aus gesundem Respekt.

 

Sobald die Haken sitzen: Los geht’s!

Auf schwankenden Hängebrücken zur nächsten Plattform.

 

Auf Seilbahnrollen über dem Drahtseil

in flottem Tempo zur nächsten Baumstation.

 

In zittrigem Spinnenseilgewebe zum festen Baumzwischenboden,

und, und, und …

 

Wir danken Gott für alle Freude und Bewahrung!

 

Esther Heckendorn

 

 

Sommerlager der JS Arcus

Auf nach Ekurhuleni

(Ekurhuleni ist eine Millionenstadt in Südafrika)

 

Bereits am Donnerstagabend fuhren die ersten Leiterinnen und Leiter voller Vorfreude auf den Lagerplatz, um ihn zu begutachten und das Lager vorzubereiten. Aufgrund des akuten Regens (welcher sich später nicht mehr einstellen sollte) wurde das Schlaflager in einem Haus und einem Wohnwagen aufgestellt. Am Freitag wurde die Infrastruktur eingerichtet, so wichtige Dinge wie Latrinen, Küchenzelt und Leiterzelte. Auch der Hauptbau unseres Lagers wurde aufgerichtet: ein (kaputtes) 3-Masten-Schiff, unter der Leitung von Jael Ninck (alias Cäsu).

 

Am Samstagmorgen früh fanden sich die restlichen Leitenden ein, und schon bald auch die ersten Teilnehmenden. Komischerweise waren auch noch ein Mann im Anzug dabei, seine verwöhnte Tochter, ein skuriler Papagei, ein Kapitän und ein auswandernder Pfarrer. Mit diesem Haufen an teils komischen Leuten machten wir uns auf den Weg nach Ekurhuleni in die Ferien. Während der Reise wurden „Schwimmflügeli“ verteilt, und tatsächlich brachte diese Sicherheitsmassnahme etwas: unser „Schiff“ ging unter und wir mussten ein „Rettungsboot“ benutzen. Als wir endlich auf einer Insel (Lagerplatz) strandeten, stand da unser kaputtes Schiff. Als erstes mussten noch die eigenen Schlafplätze sowie ein Gemeinschafts-First-Zelt aufgestellt werden. Nach einem Spiel, Abendessen und dem Input zum Lied Dip Dip Dip, kamen plötzlich 2 blinde Passagiere (2 Bauern) auf unseren Lagerplatz. Sie hatten das Rettungsboot verpasst und waren deswegen tropfnass. Wir beschlossen deshalb, sie auch aufzunehmen, und legten uns dann schlafen.

Der Prediger war am nächsten Morgen bestens gelaunt, da er schon am 2. Tag (Sonntag) eine Predigt halten konnte. Wir hörten etwas zum Lied: Chum, itz isches Zitt Gott z priise. Darauf verbesserten wir noch unseren Lagerplatz mit einem Pool, einem Fussballfeld, einer Waschanlage und allerlei kleinen guten Ideen. In der Nacht hatten die Inselbewohner die Gelegenheit, eine Stunde in der Gebetsnacht zu übernehmen.

Am Montag gab es einen Streit zwischen den verschiedenen Charakteren, welcher Beruf der wichtigste sei: Der Handelsmann? Das verwöhnte Leben dessen Tochter? Der Kapitän? Der Pfarrer? Um das herauszufinden, spielten wir ein Spiel. Der Handelsmann gewann. Wir legten uns hin, um uns vom Spiel zu erholen. Doch als plötzlich Affengeschrei ertönte und die Kleider angeknabbert da lagen, war klar, dass wir unsere Kleider reparieren mussten. Die Kinder bedruckten T-Shirts mit (meist) selbst gezeichneten / geschriebenen Bildern und Worten. Auch heute gab es einen Input zu einem Lied: I gloube dra. Am Abend wollte der Kapitän noch sein Wissen teilen. Das machte er mit einem Quiz.

Nach dem wir aufgestanden waren, wurden wir neugierig, wo wir hier überhaupt gelandet sind. Also packten wir unseren Rucksack. Leider hatten die Charaktere ihre Rucksäcke völlig falsch gepackt und mussten ihren Rucksack nochmals richtig Packen. Als wir bei einem See (Etang de la Gruyère) ankamen, beschlossen wir zu baden. Nach einer gewissen Zeit sahen wir einen Menschen, der wie ein Eingeborener aussah. Da wir seine Sprache nicht verstehen konnten, verständigten wir uns mit Zeichen. Er zeigte uns einen Lagerplatz, wo wir dann auch übernachteten. Aber bevor wir uns schlafen legten, hörten wir noch Gedanken zum Lied: Sei ein lebendiger Fisch.

Als wir am Mittwoch zurückwanderten, lief uns Wumbaba (der Eingeborene) nach und blieb bei uns auf dem Lagerplatz. Die Tochter des Handelsmanns hatte nach der Wanderung nun auch die perfekte Idee, was man nun machen könnte: eine Wellness-Zeit. Nach dem Aufbauen hörten wir einen Input zum Lied: I dire Gägewart. Darauf machten wir Wellness mit Sauna, Waldsofa, Massagen, Nägellackieren, Kräutertee, Gesichtsmasken und Bändeli knöpfen.

Am Donnerstag machte die Küche leider blau, deswegen mussten wir unser essen selbst organisieren, was uns den ganzen Tag kostete. Wir hörten noch etwas über Jesu Leben, passend zum Lied: I stah vorem Chrüz. Kurz nachdem wir uns nach diesem Tag schlafen gelegt haben, wurden wir vom Stamm des Wumbaba überfallen! Sie dachten, dass wir ihn entführt haben. Glücklicherweise konnte Wumbaba das Missverständnis nach einem anstrengenden Nachtspiel noch klären.

Am Freitag hörten wir ein paar Gründe warum man Jesus nach folgen sollte, wie es das Lied 10‘000 Reasons beschreibt. Am Nachmittag spielten wir ein Leiter-gegen-Teilnehmer-Spiel mit Rugby, Fussball und Frisbee gleichzeitig. Die Leiter gewannen – und hatten dafür am Ende fast keine Energie mehr übrig. Glücklicherweise kam noch eine Flaschenpost bei uns an. Was für eine freudige Überraschung! Es stand darin, dass am nächsten Tag bei uns in der Nähe ein Schiff vorbeikommen soll! Um auf uns aufmerksam zu machen, organisierten wir am Freitagabend ein sehr grosses Feuer.

Am Samstagmorgen begann nach dem Frühstück das grosse Aufräumen. Am Nachmittag nahmen wir das Schiff, welches uns zurück brachte.

 

Wir danken euch für die grossartige Unterstützung mit Finanzen und Gebet, ihr habt uns eine tolle Woche ermöglicht!

Für die Jungschiteams von EMK Bümpliz (Arcus), FEG Bern und EGW Bern (BäRu):

Alexander Ruf (alias Sven Hendrick Holgerson)

Leitwort zum Fenster der EMK Bern Juli-August 2018

VON GOTT BEWEGT

Ich war knapp 6jährig. Adventszeit. Vorweihnachtsrummel. Ich stand mit meiner Tante vor dem Bahnhof. Schneegestöber. Die Kälte kroch unter die Mäntel.

Neben uns ein Sammeltopf. Ein Heilsarmeesoldat.Weiter drüben ein Zeitungsverkäufer. Der Salutist trat hin und her, rieb sich die klammen Finger – und sang. Allein, mit kräftiger Stimme: „Hört ihr, wie die Engel singen...“. Aber die meisten Leute hörten weder die Engel noch ihn. Sie eilten vorbei. Gelegentlich gab es spöttische Bemerkungen. Der Zeitungsverkäufer krächzte ab und zu ein misstönendes Holiduliduu dazwischen.

„Ich würde mich schämen“, sagte eine Frau. Sie meinte nicht den Zeitungsmann. Meine Tante ging hin und warf einen Fünfliber in den Topf.

Diese Begebenheit ist mir geblieben. Und sie kommt mir auch jetzt in den Sinn, wenn es gilt, etwas zum Thema "Von Gott bewegt" zu schreiben.

Jener Heilsarmeesoldat war von Gott bewegt. Er hatte eine Botschaft, und er gab sie weiter, ungeachtet des garstigen Wetters, der Hektik ringsum, der spöttischen Bemerkungen, des Holiduliduu.

Seine Botschaft war das Evangelium - von dem Paulus sagt, es sei eine selig machende Kraft Gottes.

Eine Kraft. Wo Kräfte wirken, entsteht Bewegung. Kräfte drängen verändernd auf die Umgebung ein. Auch das Evangelium. Wer sich seiner Wirkung hingibt, kann nicht bleiben wie zuvor.

Die Kraft Gottes verändert mich, indem sie sich auf mich überträgt. Kennen Sie das Spielzeug? - Metallkugeln, die, einander berührend, in einem Rahmen hangen. Lässt man die erste gegen die zweite prallen, geraten alle in Bewegung. So wirkt Gottes Kraft: gleichsam als erste Kugel. Ich bin die Zweite. Wenn ich mich von Gott bewegen lasse, wirkt diese Bewegung und die Kraft, die dahinter steckt, auf andere Menschen weiter.

Seit den frühen Anfängen des christlichen Glaubens bis heute gibt es unzählige Beispiele von Menschen, die sich in dieser Weise von Gottes Kraft haben bewegen lassen und vielfältig Gutes bewirkt haben im Grossen wie im Kleinen. Und diese Kraft wirkt unverändert weiter in allen, die an ihre Wirksamkeit glauben. Anders als im Kugelspiel, wo der Schwung schwächer wird und schliesslich erstirbt, ist Gott eine unversiegliche Kraftquelle. Er hält uns in Bewegung, solange wir uns an ihn halten. - Vertrauen wir darauf!

 

Marcel Reber

 

"Von Gott bewegt, in Liebe den Menschen zugewandt, wecken, fördern und unterstützen wir Menschen, ihre Gaben zu entdecken und sie in den Dienst Gottes und der Menschen zu stellen." So sieht die EMK Bern ihren Auftrag, die "Mission", mit der Gott sie betraut hat. Im Leitwort geben verschiedene Personen aus der EMK Bern (Predigthelfer, Mitglieder des Bezirksvorstandes, Pfarrer) ihre Gedanken dazu weiter.

Aus dem Bezirksvorstand

Wie geht es voran mit dem Wechsel von den Gemeindeleitungen zu den Bereichsleitungen? 

Der Bezirksvorstand hat an den letzten Sitzungen zwei Schritte vollzogen.

1. Er hat sich das "Pflichtenheft" der zukünftigen Bereichsleitungen angeschaut. Nicht in erster Linie das Papier dazu, sondern die Praxis. Die Bezirksvorstands-Mitglieder haben sich in die Rolle der Bereichsleitungen versetzt und eine Art Probesitzung abgehalten. Was die wichtigste Aufgabe der neuen Bereichsleitungen sind, wurde schnell klar: Das im Blick haben, was im jeweiligen Bereich geschehen soll, was sich inhaltlich vollziehen soll: Das Begegnen, das Heimisch werden, das Lernen und Entdecken, das Gehen und Einsetzen. Das Ganze im Blick haben. Dazu gehört sowohl das Begleiten des Bestehenden über die Unterstützung derer, die schon dran sind, als auch das Fragen nach dem, was fehlt. Im Bezirksvorstand wird dann alles koordiniert, werden die Prioritäten gesetzt. 

2. Der Bezirksvorstand hat unter den Mitgliedern der bisherigen Gemeindeleitungen abgeklärt, wer Freude hat, in einer der Bereichsleitungen mitzuwirken. Diesen Grundstock an Einsatzbereiten hat er mit Namen von Leuten ergänzt, die für die Aufgabe in den Bereichsleitungen geeignet sein könnten. Jetzt ist der Vorschlagsausschuss an der Reihe. Er wird aufgrund dieser Liste und aufgrund eigener Überlegungen die Anfragen starten. Wir sind zuversichtlich, dass an einer ausserordentlichen Bezirksversammlung im Spätherbst die Bereichsleitungen gewählt werden können. 

Theo Rickenbacher

 

Allianz- und Ökumene-Gottesdienste im Januar: Sind wir weiter mit dabei?

Die Termin-Engpässe im Januar aufgrund dieser Gottesdienste haben die Frage nach unserem weiteren Mittun bei Allianz und Ökumene ausgelöst. Für den Bezirksvorstand ist klar:

Es gehört zur Identität der EMK, dass sie sowohl mit der Ökumene als auch mit den Freikirchen verbunden ist. Als EMK Bern finden wir die Beziehungen in beide Richtungen wichtig, und wir wollen diese weiterhin pflegen. Es kann dadurch gelegentlich einen Monat Januar geben, in dem (in der Alstadt) nur ein einziger Gottesdienst in den Räumen der EMK stattfindet. An den anderen Sonntagen feiern wir unseren Gottesdienst fröhlich bei und mit den Geschwistern aus Allianz und Ökumene.

Therese Streit

Sommerfest der EMK Bern

Der Wind schloss mit der Sonne eine Wette: Wer schafft es, dem noblen Herrn da unten auf der Erde seinen edlen Mantel auszuziehen?

Der Wind setzte mit Blasen und Wüten alles daran, dem Herrn den Mantel zu entreissen. Das hatte aber nur zur Folge, dass dieser sich noch tiefer in den Mantel kuschelte.

Die Sonne versuchte es mit liebevoller Wärme. Da zog der Mann den Mantel aus und ging im Meer schwimmen.

Diese Geschichte war die Grundlage des Fest-Gottesdienstes. Wir waren eingeladen, als Christen im Licht zu leben und nicht in der Finsternis.

 

Am Anfang des Gottesdienstes war über dem Kreuz die Schrift «kein Signal» an der Wand projiziert (das war nicht wirklich so geplant). Ich merkte aber, dass das Signal zwischen den Gottesdienstgestaltenden, den Festbesuchern und Gott auf schöne Art hergestellt werden konnte ;-).

Der «Signalfunke» war auch im gemeinsamen Fürbittgebet zu spüren, wo wir die Sonnenstrahlen mit Kerzen verzierten.

Auch beim gemeinsamen Essen und Plaudern sprang der Funke lebhaft zwischen den Leuten hin und her.

Und ganz besonders sprühte der Funke bei den Kindern bei ihrem „Räuber und Poli“-Spiel rund um die Kapelle.

 

Katharina Jenzer

Leitwort zum Fenster der EMK Bern vom Juni 2018

Gehen, einsetzen

«Bleibt in Jerusalem und wartet ...» So forderte Jesus seine Jünger auf, bevor er zu seinem Vater im Himmel zurückkehrte. Die Zurückgebliebenen gehorchten. Sie blieben beieinander, warteten und beteten beharrlich. «Und als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen an einem Ort. Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt» Apg. 2,1+4.

Soeben haben wir Pfingsten gefeiert. Und den Heiligen Geist von Pfingsten haben auch wir nötig für die Gestaltung der nahen Zukunft der EMK Bern. Einer der vier zukünftigen Wirkungsbereiche in der EMK Bern wird «gehen und einsetzen» heissen.

«Von Gott bewegte Menschen werden beauftragt und unterstützt, sich entsprechend ihren Fähigkeiten und Gaben für Andere einzusetzen»

Wer unter uns wird da Gottes Rufen hören und losgehen? Spüren wir vielleicht etwas davon, dass der Heilige Geist gerade uns in Bewegung setzen möchte? Wir könnten Fähigkeiten und Begabungen, die uns anvertraut sind, in gesundem Mass zum Wohl der Kirche und der Menschen in unserer Stadt einsetzen? So ähnlich werden es die Jünger auch erlebt haben, als sie sich mit Unterstützung des Heiligen Geistes bewegen liessen. Kraftvoll, eigenständig, verantwortungsvoll und immer im Blick auf das gemeinschaftliche Leben, haben sie ihren neuen Weg unter die Füsse genommen. «…ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem … und bis an die Grenzen der Erde …» Apg.1,8. Während der Zeit des verordneten Rückzugs werden sie durch beharrliches Warten und Beten im Glauben neu gestärkt und ihr Glaube gewinnt an Tiefe. Sie haben Zeit, sich innerlich von Jesus zu verabschieden, der sie als Mensch verlassen hat. So gehen sie nach dem Pfingstereignis in einer kraftvollen, schlichten Selbstverständlichkeit einfach los und setzen sich für das Wachsen des Himmelreiches auf Erden ein. Wo stehen wir aktuell auf unserem Glaubens- und Lebensweg? Brauchen wir eine Zeit des Rückzugs? Sind wir am Warten und Beten oder sind wir am Gehen und Handeln? Vielleicht sind wir auch am Fragen: «Gott, was möchtest du, das ich tun soll? Und soll ich das, was ich tun soll, jetzt tun?». Ganz im Sinne von gehen und einsetzen.

Therese Streit

 

 

Die Zukunft beginnt leise

Einem Atemzug gleich können wir reden oder schweigen, etwas tun oder lassen, loslassen oder festhalten, geben oder nehmen. Wir gestalten Zukunft oft, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Leben gestalten, sei es im Privaten, in einer Gemeinschaft oder in der Kirche, hat stets auch mit Zukunftsgestaltung zu tun. An der Bezirksversammlung 2018 haben wir als EMK Bern über unsere Zukunft abgestimmt und einem Kulturwandel zugestimmt. Dieser hat bereits begonnen, wenn auch leise und unspektakulär.

Wie ihr wisst, werden wir zukünftig mit den vier Bereichen „begegnen – heimisch werden – lernen und entdecken – gehen und einsetzen“ arbeiten. Zur Erinnerung hier die Definition der Bereiche:

• Begegnen: Den Menschen so begegnen, dass das Wirken und Wesen des drei-einigen Gottes in unserem Reden und Handeln sichtbar, spürbar und erfahrbar wird.

• Heimisch werden: Vertrauen zu Gott und den Menschen schaffen, damit sie ankommen können: bei Gott, Gott bei ihnen, sie bei sich selber und in einer Gemeinschaft. (Wichtige Schritte: Anteil nehmen und geben, Wertschätzung, Vertraute Örtlichkeiten und Rituale, Atmosphäre muss stimmen)

• Lernen und entdecken: Lernen und entdecken der Möglichkeiten des christlichen Glaubens in allen Bereichen, sie ausschöpfen und (im Leben) umsetzen.

• Gehen und einsetzen: Von Gott bewegte Menschen werden beauftragt und unterstützt, sich entsprechend ihren Fähigkeiten und Gaben für Andere einzusetzen.

Es geht nun darum, Ideen zu entwickeln und umzusetzen, wie die konkreten Schritte innerhalb jedes einzelnen Bereiches aufbauend zusammenspielen und umgesetzt werden können. Die Grundsatzfrage lautet daher: Was tun wir als Gemeinde, damit dies geschieht?

Was tun wir, damit dies geschehen kann? Diese Frage will der Bezirksvorstand (BeVo) nicht allein beantworten, sie geht alle an, deren Herz für den Kulturwandel und den damit eingeschlagenen Weg schlägt. Der BeVo freut sich, über Ideen, Vorschläge und Anregungen von eurer Seite und wir freuen uns über Menschen, die sich für ein Mitdenken, Mittragen und Mitgestalten in einem der Bereiche berufen und angesprochen wissen. Wir laden euch ein, im Gebet darüber nachzudenken und auch die Arbeit aller leitenden Gremien in eurem Gebet einzubeziehen.

Wir freuen uns, wenn wir von euch hören und Kontakt mit Interessierten aufnehmen könnten. Wir danken für euer Vertrauen, für euer Gebet und eure Bereitschaft, mitzutragen und mitzugestalten.

 

Für den Bezirksvorstand

Jeannette Kasper

 

Kontaktpersonen: Martin Streit (031 382 02 44) / Jeannette Kasper (031 914 07 80)

 

 

Gehen und einsetzen

Gehen – wohin? Einsetzen – was? Oh, da steht ja noch etwas: „Von Gott bewegte Menschen werden beauftragt und unterstützt, sich entsprechend ihren Fähigkeiten und Gaben für Andere einzusetzen.“ Sie fragen sich vielleicht, wo das steht. Die Antwort lautet: In den Informations-Papieren im Vorfeld zur Bezirksversammlung 2018.

Ich habe mir einige Gedanken zu „gehen und einsetzen“ gemacht, aufgrund eines Artikels, den ich vor einiger Zeit geschrieben habe. Folgende Frage sprang mir dabei ins Auge: „Haben Sie schon ihr Amt?“. Natürlich habe ich „mein Amt“. Was soll die Frage? Die meisten von uns haben irgendein Amt, sind freiwillig oder ehrenamtlich tätig. Aus Erfahrung wissen wir, dass ein Ehren-Amt oft mehr Arbeit bringt als Ehre, mehr Bürde als Würde. Ich begann über die Frage nachzudenken und eine neue Frage kam dabei heraus: Kann der Begriff „Amt“ nicht auch durch „Gabe“ ersetzt werden? Ich tue es einfach und sage: Ja. Denn meistens liegt einer Wahl in ein Amt eine bestimmte Gabe oder Fähigkeit zugrunde.

Sie und ich, wir alle haben Gaben und Fähigkeiten geschenkt bekommen. Sie sind Ausrüstung oder Zurüstung für unseren Alltag, für den Umgang und das Zusammenleben mit Menschen. Ich fange lieber gar nicht erst an mit dem Aufzählen, denn die Gefahr ist gross, etwas zu vergessen. Wir benützen die Fähigkeiten oft, ohne zu überlegen. Wir handeln unseren Gaben entsprechend und setzen sie im Alltag ein. Ganz selbstverständlich. Sie sind in uns angelegt und kommen wie automatisch zum Zuge, andere schlummern in uns und wollen entdeckt und gefördert werden. Es ist eigentlich eine wunderbare Sache, dass wir so verschieden sind und dass es unsere Gaben und Fähigkeiten auch sind. Was für eine Bereicherung! Kein Mensch hat alle Gaben bekommen. Und das ist auch gut so. Wenn die Fähigkeiten auf verschiedene Menschen verteilt sind, so wirkt sich das nicht nur ergänzend aus, sondern auch befreiend und entlastend. Ich muss kein Übermensch sein, darf auch einmal Nein sagen und kann meine Gaben und Fähigkeiten gezielt einsetzen und so Kräfte bündeln. Ich muss Dieses oder Jenes nicht allein schaffen, andere Menschen tragen auch das Ihre dazu bei.

Gehen und einsetzen – Wir lassen uns immer wieder neu von Gott begeistern und bewegen, unsere geschenkten Gaben und Fähigkeiten zum Wohle der Menschen in unserem Umfeld einzusetzen. Durch die verschiedenen Gaben sind wir miteinander verbunden. Durch „gehen und einsetzen“, durch unser Handeln auf sozialer, wirtschaftlicher und politischer Ebene helfen wir, Not zu lindern, und wir setzen uns ein für Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Wir helfen mit, die Welt schöpferisch zu gestalten und zu verwandeln. Wir bauen mit an Gottes Reich, an Gottes neuer Welt. Hier und jetzt und nicht erst im Jenseits. Jesus predigte nicht ein schönes Jenseits, sonder ein menschliches Diesseits. Illusion, Traum oder doch Wirklichkeit? Probieren wir es aus und erzählen einander über die gemachten Erfahrungen.

Jeannette Kasper-Reber

 

 

Gemeindewochenende Montmirail

Wunderschönes Wetter und eine wunderschöne Umgebung bildeten den Teppich, auf dem sich unser Gemeindewochenende abspielte.

Das Gästehaus der Communität Don Camillo in Montmirail, inmitten eines Parks und unweit des Neuenburger Sees gelegen, bot uns eine gute Infrastruktur. Die Communität liess die, die es wünschten, an den Tagzeitgebeten und am sonntäglichen Gottesdienst teilnehmen.

Zu grossen Diskussionen gab die Fotogalerie Anlass, die die Teilnehmenden als Kinder / kleinere Kinder zeigte und jeweiligen Personen zugeordnet werden sollte.

Wer bin ich? Dieser Frage galt es nachzugehen.

Auf den Zimmern lag eine Karte mit einem Bild, auf dem eine Katze vor einem Spiegel steht und darin einen Löwen erblickt. Dies führte zu der Frage "Wie ist mein Bild von mir?" und weitergehend "Wie sehen mich die Anderen?"

Das Thema wurde psychologisch und biblisch beleuchtet.

In Workshops konnte man sich eingehender damit befassen: "Sich vorstellen in 45 Sekunden" "Sich beschreiben mit Elfchen und Haiku" (Kurzgedichtsformen) "Formative Psychologie" (Wechselwirkung Körper/ Psyche) "Einen Persönlichkeitstest machen" "Etwas über Geistesgaben erfahren".

Die Jungschar hatte zum Teil ihr eigenes Programm, nahm aber an vielen Programmpunkten aller teil.

Alternativ oder ergänzend konnte man die schöne Umgebung erleben.

Ob beim Lagerfeuer, beim Berufe raten "Was bin ich?" oder beim zwanglosen Beisammensein lernte man die anderen Teilnehmer besser kennen. Das führte vom "Wer bin ich?" zum "Wer bist du?"

Ich persönlich stand dem Thema "Wer bin ich?" anfangs ein wenig skeptisch gegenüber, habe mich aber darauf eingelassen. Ein "Elfchen" und ein "Haiku" sind daraus entstanden:

 

"Freundlich

und nett

so bin ich

sagen viele von mir

wirklich?"

"Begegnung mit mir

durch Elfchen und auch Haiku

Selbstbespiegelung"

 

Man konnte sich selbst bespiegeln in Montmirail, musste aber nicht.

Wichtiger noch war die Gemeinschaft mit den anderen. Dies führte vom "Wer bin ich?" und "Wer bist du?" zum "Wer sind wir?"

EMcK= Eine Mega coole Kirche!

 

Corinna Bühler

Bilder: Gere Luder

 

 

Auffahrtsfest Honegg

Am Mittwoch dem 9. Mai haben sich 43 Personen auf der Honegg eingefunden. Das Nachtessen bestehend aus einer selber belegten Pizza und Salat hat allen gemundet. Am Donnerstag zum Gottesdienst sind, trotz des unfreundlichen Wetters, nochmals 8 - 10 Personen angereist. Mit einem Anspiel zum Thema Frühjahrsputz und ein paar Stellen in der Bibel dazu hat uns Martin Streit eine spannende und unterhaltsame Predigt gehalten. Das Mittagessen, bestehend aus einem reichhaltigen Buffet und Fleisch vom Grill, hat sehr gut geschmeckt. Mit Spielen, Gesprächen und einem Dessertbuffet haben wir den Nachmittag verbracht. Natürlich durfte ein Bad im Hotpot oder ein Film nicht fehlen. Viele sind bis am Freitag und Samstag auf der Honegg geblieben und haben geholfen, das Ferienhaus mit einem Frühjahrsputz vom Winterstaub zu befreien.

Martin Meyer

Frühlingsputzete in der Matthäuskapelle

Die Stimmung war locker und humorvoll, als wir uns zu acht zur Frühlingsputzete in der Kapelle trafen. Es ging nicht zu- und her wie in einem «hölzige Himmu». Sondern wir staubten den «hölzige Himmu» der Kapelle wieder einmal gründlich ab. Kleine und grosse Fenster wurden geputzt, Schränke ausgemistet und neu eingeräumt. Abfallsäcke füllten sich mit Dingen, die unnütz geworden sind. Wir fanden z.Bsp. eine gut «konservierte» Tafel Schokolade mit Verfalldatum 1990! Bild Doch trotz des Verfalldatums wurde sie dann zu Hause ausgepackt und erhielt das Urteil: noch essbar, zumindest in flüssiger Form.

Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Wir wurden kulinarisch liebevoll verwöhnt von einem Gemeindemitglied, das sich kräftemässig nicht mehr an der Putzete beteiligen konnte.

Ein beträchtlicher Teil unseres «Hauses Gottes» in Bümpliz erstrahlt nun wieder in mehr Sauberkeit. Beten wir, dass immer wieder Menschen, die hier in der Nähe leben, unsere Kapelle einladend erleben, Gemeinschaft suchen, Jesus Christus und das Geheimnis des Glaubens kennen lernen möchten. Lassen wir uns vom Geist Gottes bewegen, der uns kreative Ideen schenken will, um Menschen unter uns willkommen zu heissen.

 

Therese Streit

Neu in der EMK Bern

Die Familie Martin, Katja und Silas Schwarz ist neu zur EMK Bern gestossen. Hier stellen sie sich gleich selbst vor.

 

Auf der Suche nach einer christlichen Gemeinde, die unseren Vorstellungen entspricht, sind wir bei der EMK Bern angekommen. Für uns wichtig ist das Gleichgewicht zwischen innerem Zusammenhalt und dem Wirken gegen aussen.

Von Beginn weg wurden wir herzlich aufgenommen und so entschieden wir bald, uns vom EMK Bezirk Lyss-Aarberg nach Bern überweisen zu lassen.

Katja arbeitet im Informatik SAP Support bei der SBB in Bern, Martin zurzeit noch bei der EMK Schweiz im Jugendbereich (ab Sommer beim Verein Jungschar EMK). Neben unseren Teilzeitstellen teilen wir uns in der Haushaltsarbeit auf. Silas geht in die 7. Klasse in Lyss.

Wir freuen uns auf viele spannende und interessante Begegnungen um uns noch besser kennen zu lernen und aufs miteinander unterwegs sein.

 

Martin, Katja und Silas Schwarz-Frauenknecht

Leitwort zum Fenster der EMK Bern Mai 2018

Bild: Wikipedia

Lernen und entdecken

 

„Sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhielte“, so wird es von den ersten Christen in Beröa berichtet (Apg. 17,11). Christen sind lern- und wissbegierig. Das hängt damit zusammen, dass Christsein nicht ein Status ist, den man hat, sondern ein Weg, den man geht. Eine der ersten Bezeichnungen für die Christen ist, wörtlich übersetzt „die des Weges Seienden“ (Apg. 9,2). Der Glaube will in die Vielfalt des Lebens hinein dringen, er will das ganze Leben durchdringen und prägen. Weil das Leben so vielfältig und jeder Augenblick ein neuer ist, hört das Lernen und Entdecken nie auf.

Das Lernen und Entdecken ist ein gemeinschaftlicher Weg. Sie forschten täglich… Was andere erleben, und wie sie es sehen, das ist bereichernd. Es ist ein gemeinsamer Prozess, den man geht und an dem man sich gegenseitig Anteil gibt.

Das Lernen und Entdecken bezieht sich auf die Basis, die Bibel. Es ist ein Forschen in der Schrift. Die Grundlage wird immer wieder neu mit dem Leben und der Aktualität in Bezug gesetzt und umgekehrt.

Lernen und Entdecken ist zudem etwas Lustvolles. Man sieht das bei den Kindern. Ihr Leben ist weitgehend ein lustvolles Entdecken. Spielerisch eignen sie sich die vielfältigen Möglichkeiten des Lebens an, sie probieren aus, sie experimentieren. Dabei fallen sie auch einmal auf die Nase. Das ist zwar weniger lustvoll. Sie stehen aber schnell wieder auf und versuchen es nochmals, gehen mit neuen Schritten ins Leben.

 

Das Lernen und Entdecken ist ein zentraler Aspekt des Christseins. Zuerst begegnet man der Botschaft und ist fasziniert davon. Dann wird man heimisch in der Gemeinschaft der Christen. Schliesslich wächst man immer tiefer in den Glauben hinein, man entdeckt ihn in seiner ganzen „Breite, Länge, Höhe und Tiefe“ (Eph. 3,18). So kann der Prozess beschrieben werden, um den es in der Nachfolge geht. Jetzt hat man auch den festen Boden unter den Füssen gewonnen, um sich zu anderen aufzumachen, damit auch sie der Botschaft von Christus begegnen können.

 

Deshalb wollen wir die Möglichkeiten des Lernens und Entdeckens nutzen. Es gibt sie vielfältig in der EMK Bern. Es fängt an beim Gottesdienst, beim Hören der Predigt. Es geht weiter beim gemeinsamen Forschen und Austauschen im Bibelgespräch. Und es geht bis hin zu den Treffen in den Gemeindegruppen und Hauskreisen. Dort steht der Austausch, das Anteilnehmen und Anteilgeben am eigenen Glaubens- und Lebensweg im Vordergrund.

 

Für mich ist die Entdeckerfreude eine der schönsten Freuden. Möge sie wachsen in der EMK Bern!

 

Theo Rickenbacher

 

 

Bezirksversammlung vom 15. April 2018

Gegen 80 stimmberechtigte Mitglieder der EMK Bern befanden an der Bezirksversammlung 2018 über eine Neuausrichtung der Arbeit. 

 

Am Anfang des Morgens stand der Gottesdienst mit der Predigt von Distriktsvorsteherin Claudia Haslebacher. Jesus war Freund der "Zöllner und Sünder" und ass mit ihnen. Es standen ihm keine Vorurteile im Weg. Claudia Haslebacher regte uns an, über unsere eigenen Vorurteile nachzudenken.

 

Die Rechnung 2017 und das Budget 2018 wurden ohne grosse Diskussionen genehmigt.

Die Berichte der Pfarrpersonen, des AZW, vom Café Berna und von der JS Terra Nova lagen schriftlich vor und wurden dankend entgegengenommen, ebenso der Revisorenbericht Kirchenbücher. Es ist eine reiche und vielfältige Arbeit, die getan wird. Sie wurde mehrfach mit kräftigem Applaus gewürdigt.

 

Zu reden gaben die gemeinsamen Anträge von Bezirksvorstand und Ausschuss für das Zusammenwirken Pfarrpersonen/Gemeinde. Soll ein "Kulturwechsel" eingeleitet werden? Sollen sich die Leitungsgremien nach den vier Bereichen des Jüngerschaftszyklus organisieren und nicht mehr nach den drei Gemeinden? Soll sich die EMK Bern somit als eine Gemeinde mit drei Standorten verstehen, die Inhalts- und Prozess-orientiert arbeitet?

Die verschiedenen Informations- und Gesprächsanlässe hatten den Teilnehmenden Gelegenheit gegeben, sich eine Meinung zu bilden. Der Diskussionsbedarf war nicht mehr gross. Einzig ein Vorschlag, die Abstimmung zu verschieben und die Zeit für eine Predigtreihe mit Diskussionen beim Kirchenkaffee zu nutzen, gab zu reden. Der Antrag wurde teilweise zurückgezogen, die verbliebenen Teile wurden abgelehnt.


Die Hauptanträge wurden wie folgt angenommen:

1. Kulturwandel in der EMK Bern

Umstellung auf die vier Bereiche des Jüngerschaftszyklus. Die Gemeindeleitungen Altstadt, Matthäus und Wabern werden aufgelöst und wo möglich in die Bereiche überführt.

Angenommen mit 53 Ja, 17 Nein und 5 Enthaltungen

2. Stellenprozente von Pfarrpersonen

Dem Kabinett der EMK Schweiz wird beantragt, dass nach der Pensionierung von Theo Rickenbacher eine zweite Pfarrstelle mit 70% besetzt wird. Der Stellenantritt sollte spätestens im Sommer 2019 erfolgen.

Angenommen mit 58 Ja

3. Grundsätzliche Überlegungen zu allen angestellten Personen

Der Bezirksvorstand erarbeitet mit dem AZW bis im Herbst 2018 ein Stellenkonzept über alle angestellten Personen der EMK Bern.

Angenommen mit 58 Ja

4. Ausgeglichener Gemeindehaushalt

Der Gemeindehaushalt der EMK Bern ist für das Rechnungsjahr 2019 ausgeglichen zu gestalten. Ohne die Liegenschaftsrechnung.

Angenommen mit 55 Ja, 1 Nein und 2 Enthaltungen

 

Den Abschluss bildeten die Ergänzungswahlen und die Verdankung des Einsatzes der Zurückgetretenen.

Gewählt wurden, teilweise mit vereinzelten Nein-Stimmen:

Protokollführung Bezirksvorstand und Bezirksversammlung: Daniel Wagner

Laienmitglied Jährliche Konferenz (mit Sitz im BeVo): Therese Streit

Laienmitglied Jährliche Konferenz (mit Sitz im BeVo und AZW): Thomas Schmid

Ersatz Laienmitglied Jährliche Konferenz: Ruth Aebi

Als Predigthelferin oder Predigthelfer wurden bestätigt, teilweise ebenfalls mit vereinzelten Nein-Stimmen: Jeannette Kasper, Fabian Baumgartner, Yosef Habte, Markus Nagel, Marcel Reber, Markus Jost.

 

Mit warmen Worten von Jeannette Kasper und einem grossen Applaus der Gemeinde wurden die beiden zurücktretenden Kassierer verabschiedet: Alphons Kasper und Brigitte Müller (Kassierin für die Liegenschaften).

Katharina Jenzer und Pia Füllemann wurden die Verdienste als Laienmitglieder der Jährlichen Konferenz gewürdigt, bei Pia Füllemann war dies mit dem Engagement im Bezirksvorstand verbunden. Sie legte auch die Aufgabe im Vorschlagsausschuss nieder.

Gere Luder und Rahel Ottersberg beendeten ihre Mitarbeit in der Gemeindeleitung Altstadt, bei Gere nach langen und intensiven Jahren.

Schliesslich wurden die Dienste von Christine Baumgartner als Hauswartin an der Nägeligasse 4 verdankt. Sie gibt ihre Stellenprozente für das Putzen und die Eventbetreuung auf. 

Von all diesen Zurücktretenden wurde unglaublich viel für die EMK Bern geleistet. Dafür gibt es auch hier ein riesiges DANKESCHÖN!

 

Bericht: Theo Rickenbacher

 

 

Nachrichten aus dem Bezirksvorstand

An der BV waren Läckerli aus der Glasschale das Dankeszeichen

Von der Veranstaltung her gehört die Bezirksversammlung (BV) bereits der Vergangenheit an, nicht aber das, was sie für die Zukunft der EMK Bern bedeutet. Wie Sie dem voranstehenden Artikel entnehmen können, wurden alle Anträge angenommen, die zur Wahl vorgeschlagenen Personen gewählt sowie die Predigthelferin und die Predigthelfer bestätigt. Der Bezirksvorstand (BeVo), der Ausschuss für das Zusammenwirken Pfarrpersonen – Gemeinden (AZW), die Planungsgruppe Zukunftsgestaltung sowie der Vorschlagsausschuss danken herzlich für das ihnen entgegengebrachte Vertrauen. Immer wieder durften die Verantwortlichen Zeichen des Vertrauens spüren und erfahren. Vielen Dank!

Nun geht es an die Umsetzung der angenommenen Anträge. Bereits zwei Tage nach der Bezirksversammlung fand die Bezirksvorstands-Sitzung in neuer Zusammensetzung statt. Haupttraktandum war der geplante Kulturwandel. Es ist dem Bezirksvorstand ein Anliegen, in der Übergangsphase in engem Kontakt mit den Gemeindeleitungen zu sein. Sie sind für uns wichtige Ansprechpartner, wir schätzen ihr Wissen und ihre Kompetenz und sind dankbar dafür. Aber auch mit den Gemeinden wollen wir in regelmässigem Kontakt bleiben und immer wieder über den Stand des Vorgehens informieren. Wir freuen uns auf ein spannendes und kreatives Miteinander mit allen Beteiligten, danken für das Vertrauen und für die Fürbitten für unsere EMK Bern.

 

Für den Bezirksvorstand

Jeannette Kasper

 

 

Leitwort zum Fenster der EMK Bern vom April 2018

 

Haus- oder Wildgans?

 

Heimisch werden …

… ist gut und macht Sinn. Denn nur wo wir heimisch geworden sind, können wir unsere Möglichkeiten erweitern und uns entfalten.

Seit Monaten hörst und liest du in der EMK Bern vom Jüngerschaftszyklus. Ein Schritt daraus lautet: «Heimisch werden». Eingeordnet nach dem «Begegnen» und vor dem «Lernen und Entdecken».

Was braucht es bei dir, damit du in der EMK Bern heimisch wirst? Warum sollst du heimisch werden?

Wenn wir als EMK Bern weiterhin im Auftrag Gottes unterwegs sind, dann gehört es dazu, dass wir uns immer wieder anstecken und begeistern lassen für den Auftrag, den wir von Gott haben und den sich unsere Kirche als Mission gesetzt hat. «Menschen in die Nachfolge Jesu Christi führen, auf dass die Welt verändert wird.»

Ich bin davon überzeugt, dass wir «heimisch werden» müssen, wenn wir in der Lage sein wollen unsere Mission zu leben. Es ist hilfreich und nötig, dass wir einander kennen, dass wir voneinander wissen. Das gegenseitige Vertrauen darf wachsen durch den persönlichen Austausch, das Erleben von Gottesdiensten und das gemeinsame Gestalten verschiedener Anlässe. Nur so wird es möglich sein, unsere vielfältigen Gaben kennen zu lernen und uns gegenseitig zu unterstützen. Wer «heimisch werden» will, hat den Schritt aus dem «Begegnen» gewagt. Wer heimisch ist, kann sich auf «Lernen und Einsetzen» einlassen.

 

Die Gefahr besteht, dass wir uns zu heimisch eingerichtet haben und gar nicht mehr bereit sind, die Frohe Botschaft von Jesus Christus zu bezeugen. Oder wir bringen gar nicht mehr den Mut auf, eine Veränderung ins Auge zu fassen.

 

«Heimisch werden» wird oft in Zusammenhang mit Wildtieren genannt, welche ihren ursprünglichen Lebensraum zurückerobern. Aus diesem Grund bin ich auch auf die Anfangs gestellte Frage gekommen: Haus- oder Wildgans?

 

Der Christ und Philosoph Sören Kierkegaard (1813-55) erzählt dazu folgende Geschichte:

„Ein Haufen schnatternder Gänse wohnt auf einem wunderbaren Hof. Sie veranstalten alle sieben Tage eine herrliche Parade. Das stattliche Federvieh wandert im Gänsemarsch zum Zaun, wo der beredtste Gänserich mit ergreifenden Worten schnatternd die Herrlichkeit der Gänse dartut. Immer wieder kommt er darauf zu sprechen, wie in Vorzeiten die Gänse mit ihrem mächtigen Gespann die Meere und Kontinente beflogen haben. Er vergaß nicht, dabei das Lob an Gottes Schöpfermacht zu betonen. Schließlich hat er den Gänsen ihre kräftigen Flügel und ihren unglaublichen Richtungssinn gegeben, dank deren die Gänse die Erdkugel überflogen. Die Gänse sind tief beeindruckt. Sie senken andächtig ihre Köpfe und drücken ihre Flügel fest an den wohlgenährten Körper, der noch nie den Boden verlassen hat. Sie watscheln auseinander, voll Lobes für die gute Predigt und den beredten Gänserich. Aber das ist auch alles. Fliegen tun sie nicht. Sie machen nicht einmal den Versuch. Sie kommen gar nicht auf den Gedanken. Sie fliegen nicht, denn das Korn ist gut, der Hof ist sicher, und ihr Leben bequem.“

 

Ich wünsche dir viele tolle Begegnungen in der EMK Bern und den Mut das Fliegen zu wagen – gleich einer Wildgans.

 

Mit herzlichen Grüssen

Martin Streit, Pfarrer EMK Bern

 

 

Begegnung in der Dorfbeiz

Nach dem Informationsanlass zum Thema L3 Prozess in Bümpliz hatten einige Teilnehmende noch das Bedürfnis, zu einem «Schlummertrunk» in einem Restaurant einzukehren. Wir trafen uns im Restaurant Fontana, gleich um die Ecke der Matthäuskapelle. Schlussendlich waren wir ca. 12 Personen, welche sich zusammensetzten. Dies blieb nicht unbemerkt bei den Stammgästen. Als dann einige aus unserer Runde nach Hause gingen und wir noch zu viert an einem Tisch sassen, wurden wir durch Stammgäste gefragt, aus welchem Verein wir kämen. So luden wir sie ein, sich zu uns zu setzen. Wir erzählten ihnen, dass wir aus der nahegelegenen Methodistenkirche kommen. Daraufhin ergaben sich interessante Gespräche über «Gott und die Welt». Die Frau vom Service erzählte uns, dass sie nach dem Tod ihres Partners wieder das Gespräch mit Gott im Gebet gesucht hat. Ein «Ur-Bümplizer» welcher sich später zu uns gesellte, erzählte, dass er als Jugendlicher sogar eine Freundin aus unserer Kirche hatte. Wir waren erstaunt und auch erfreut, wie offen wir mit diesen Gästen das Thema Kirche ansprechen konnten. So ergab sich für uns unerwartet die Gelegenheit, gemäss Jüngerschaftsprozess ganz praktisch den Bereich «Begegnen» umzusetzen. Beim Verlassen der Beiz konnte Maya der Frau vom Service noch einen Flyer vom "Fenster zum Sonntag" überreichen.

Nach diesem langen Abend fuhren wir erfreut nach Hause, mit dem Vorsatz noch öfters hier einzukehren.

Silvia und Fritz Zingg

 

 

Unser älterer Bruder

 

Die Wurzel unseres Christentums ist jüdisch. Dies schreibt Paulus im Römerbrief (Rö 11:18) so: Nicht ihr seid die Wurzel, sondern die Wurzel trägt euch. Somit ist es wichtig/notwendig unsere jüdischen Wurzeln zu kennen – sozusagen mit unserem älteren Bruder in Kontakt zu treten und ihn auch besser verstehen zu lernen.

Deshalb organisieren wir im Oktober/November 2018 vier Abende zur Thematik:

 

Begegnung und Dialog zwischen Christentum und Judentum

 

25.10.2018 Jüdisch – Christlich – was für ein Zusammenhang?

Erfahrungen mit Jüdischem (Dr. med. C. Heierli, Hansueli Markwalder)

 

08.11.2018 Carl Lutz: Methodist mit Zivilcourage

Retter von 62‘000 Juden in Budapest. Die Stieftochter von Carl Lutz, Agnes Hirschi, berichtet und zeigt Bilder

 

22.11.2018 Naher Osten im Spannungsfeld der Religionen

Stefan Kruschnitz von der Gemeinschaft der Versöhnung: Arbeiten mit Juden und Moslems in Jerusalem und der evangelistisch-karitativen Tätigkeit im Libanon

 

29.11.2018 Ein Abend mit dem Rabbiner Herr D. Polauer in der Synagoge Bern 

Besichtigung der Synagoge und Einblick in das jüdische Verständnis

 

Ort: 25.10., 08.11., 22.11.: EMK Altstadt, Nägeligasse 4a; 3011 Bern

       19.11.: Synagoge, Kapellenstrasse 2; 3011 Bern

Zeit: 19.30 – 21.00 Uhr

 

Kontaktadresse: Hansueli Markwalder, Alpenstr.10, 3052 Zollikofen

hansueli@markwalder.li, Tel. 031 911 02 17 / 079 474 58 16

 

 

Leitwort zum Fenster der EMK Bern - Newsletter Februar 2018

Photo by Chris Barbalis on Unsplash

Der Bezirksvorstand hat sich über die Grundsätze und Werte Gedanken gemacht, die für die EMK Bern wegweisend sein sollen. Welche Werte helfen uns, auf unser Ziel hin zu steuern, nämlich in aller Vielfalt eine Gemeinde zu sein, unterwegs mit Christus, den Menschen in Liebe zugewandt? 

Bei einem dieser Grundsätze geht es um das authentisch Sein, das Sein dürfen, wie man ist, das Dasein ohne Masken.

Jeannette Kasper-Reber gibt ihre Gedanken dazu weiter.

 

"Eigentlich bin ich anders …

… nur komme ich selten dazu“. Von wem dieser Spruch stammt weiss ich nicht, aber er sagt etwas Wahres aus. Wir sind nicht immer das, was wir vorgeben zu sein oder was wir sein möchten.

Eigentlich haben wir gelernt, weder zu lügen noch zu schwören, unsere Nächsten zu lieben, anderen keinen Schaden zuzufügen, authentisch bzw. echt zu sein. Aber mal ehrlich, wo kämen wir denn hin, wenn alle stets die Wahrheit sagen würden, keine Gerüchte verbreiten, wenn alle sich lieb haben würden und immer tolerant wären? Wo kämen wir hin ohne Maskerade, ohne Jein und sowohl als auch? Nirgends, nicht einmal in den Himmel. Wir wären Übermenschen, und das wiederum wäre nicht zum Aushalten.

 

Vielen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die wir ziemlich gut beherrschen. Wir hängen unsere Fahne in den Wind, schwimmen mit dem Strom und lassen dabei andere auch mal untergehen. Wir reden so und verhalten uns anders. Ein Sowohl-als-auch liegt uns näher als ein Ja oder Nein. Wir predigen Toleranz und handeln intolerant. Wir erwarten und fordern viel, halten weniger ein, warten ab und trinken Tee. Hinter vorgehaltener Hand munkeln wir, vordergründig wird gelächelt. Eine Andeutung hier, eine Bemerkung dort – fertig ist das Gerücht. Wir weichen aus, wenden uns ab, kehren unter den Teppich und holen bei Gelegenheit zum Rundumschlag aus. Wir äussern Zweifel laut und glauben leise – natürlich alles nicht so krass, nur ein wenig und anders.

 

Die Bibel kennt kein „Ich bin anders, nur komme ich selten dazu“ und kein „Sowohl-als-auch“. Sie spricht Klartext, sowohl im Alten wie im Neuen Testament, wie zum Beispiel: „Verbreite kein falsches Gerücht. Folge nicht der Mehrheit, wenn sie im Unrecht ist! Nimm keine Bestechungsgeschenke an, denn sie machen den Sehenden blind und verleiten dazu, das Recht zu beugen“ (2Mo 23,2.8). Vertraut ist uns folgendes Bibelwort: „Lügen haben kurze Beine…“ (Spr 12,19). Und auch folgender Spruch ist in der Bibel zu finden: „Hör nicht auf das Geschwätz der Leute; dann hörst du auch nicht, wie dein Untergebener über dich lästert! Du weisst genau, dass auch du sehr oft über andere hergezogen hast“ (Buch Kohelet, bzw. Prediger 7,21.22). In der Bergpredigt redet Jesus sehr deutlich, wenn er beispielsweise sagt: „Euer Wort soll ein eindeutiges Ja sein oder ein eindeutiges Nein. Was darüber hinausgeht, geschieht aus Bosheit“ (Mt 5,37); oder: „Richtet nicht, damit Gott euch nicht dafür richtet; denn an dem Urteil, das ihr fällt, wird Gott das Urteil ausrichten, und mit dem Mass mit dem ihr messt, wird Gott euch messen…“ (Mt 7,1-2). Oder: „Niemand kann zwei Mächten dienen. Entweder wirst du die eine Macht hassen und die andere lieben oder du wirst an der einen hängen und die andere verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Geld“ (Mt 6,24), und so weiter und so fort… Tja, wenn das nur so einfach wäre mit dem Ja und Nein sagen, mit dem Richten, Verurteilen, über andere herziehen, der Macht, dem Geld. Von der Nächstenliebe ganz zu schweigen – Kurz mit dem Anders sein!

 

Steve Jobs, der Apple-Gründer (1955-2011) hat in seiner letzten grossen Rede vor seinem Krebstod unter anderem folgenden Satz gesagt: „Eure Zeit ist begrenzt. Vergeudet sie nicht damit, das Leben anderer zu leben.“ Das ist eine klare Ansage, eigentlich eine Mahnung und zugleich auch Auftrag, denn unsere Zeit ist tatsächlich begrenzt und endlich. Jesus kam nicht in die Welt, um uns ein „Sowohl-als-auch-Leben“ zu bringen, sondern, um uns davon zu befreien. In Jesus hat Gott eine Spur gelegt, die sichtbar und spürbar ist bis auf den heutigen Tag und darüber hinaus. Wir können ihr folgen, oder es bleiben lassen. Die Entscheidung liegt bei uns. Jesus nachfolgen und gleichzeitig weitermachen wie bisher, diese Rechnung geht nicht auf. Wir müssen uns immer wieder neu entscheiden: Für oder gegen – was und wen auch immer. Wir müssen uns bewusst sein, dass es im Leben von Christen und Christinnen weder Neutralität noch Sowohl-als auch gibt. Entweder sind wir auf dem Weg oder im Weg.

 

Wir werden wohl immer wieder in alte Verhaltensmuster zurückfallen. Das ist kaum zu vermeiden, schliesslich sind wir keine Übermenschen. Das weiss auch Gott. Ihm sei Dank – im wahrsten Sinne des Wortes – dass der Faden, mit dem er uns immer wieder in seine Nähe zieht, nicht abreisst. Gott liebt uns so sehr, als wäre jeder Mensch der einzige Mensch, dem seine Liebe gilt. Und so kann das „Eigentlich bin ich anders, nur komme ich selten dazu“, zu einem „Danke Gott, dass du mich so formst, wie du es dir von Anfang an gedacht hast. Dann nämlich, werde ich tatsächlich anders.“

 

 

Drei frischgebackene Lagerleiterinnen und -leiter in der EMK Bern

Rahel Ottersberg
Tirza Ottersberg
Mischa Kaltenrieder

Bereits im Frühling haben Tirza, Rahel und Mischa den ersten Teil der Lagerleiterausbildung besucht, wo sie unter anderem einen Hike geplant und durchgeführt haben. Sie haben dann einen Praxiseinsatz in einem Lager gemacht und nun im Oktober noch eine Woche auf dem Brunnersberg verbracht. Dabei mussten sie auch diverse Tests und Leistungsnachweise bestehen.

Ein Bestandteil des Kurses ist die Ausbildung zum Lagerleiter in einem Jugend- und Sport-Lager. Daneben geht es aber auch um die Reflektion des eigenen Glaubens und die Verbindung von Jungschar und Gemeinde. (Vielleicht ist gerade letzteres ja ein spannender Punkt, um mit den dreien einmal ins Gespräch zu kommen…)

Jetzt ist der zeitintensive Kurs abgeschlossen und Tirza Ottersberg (Bohne), Rahel Ottersberg (Curry) und Mischa Kaltenrieder (Lupo) haben die Ausbildung zur Lagerleiterin und zum Lagerleiter bestanden. Wir gratulieren ganz herzlich dazu und möchten ihnen danken für ihren Einsatz, den sie als Jungscharleitende in unserem Bezirk und in der Region Bern leisten!

Information des Vorschlagsausschusses

Liebe bekennende Mitglieder, liebe Freunde

Als Vorschlagsausschuss der EMK Bern haben wir uns bereits zweimal getroffen und uns über mögliche Nominationen für Ämter, über die an der Bezirksversammlung (BV) vom 15. April 2018 abgestimmt wird unterhalten. Gerne informieren wir euch über den aktuellen Stand.

Auf die BV vom 15. April 2018 treten folgende Personen von ihrem Amt zurück:

- Pia Füllemann, Mitglied BeVo; Laiendelegierte an die Jährliche Konferenz (JK); Vorschlagsausschuss.

- Katharina Jenzer, Laiendelegierte an die JK.

- Alphons Kasper, Kassier.

Bisher haben wir zwei Nominationen, eine als Laiendelegierter an die JK und eine für die Protokollführung im BeVo und BV. Für die übrigen Aufgaben haben wir noch keine Zusagen erhalten.

 

Wir suchen …

Laiendelegierte/r an die Jährliche Konferenz

Kassier/in für die EMK Bern

 

Hast du Interesse an einer Aufgabe?

Melde dich ungeniert. Wir kommen ins Gespräch.

 

Wenn du Interesse hast und mehr zu einer Aufgabe erfahren willst, geben wir sehr gerne Auskunft. Melde dich bei Martin Streit (martin.streit@emk-schweiz.ch / 076 571 78 14) oder bei einem Mitglied des Vorschlagsausschusses.

Wir sind sehr dankbar, wenn du uns in den nächsten Tagen, spätestens aber bis Ende Januar 2018 dein Interesse mitteilst. Vielen Dank.

Im Vorschlagsausschuss sind: Pia Füllemann, Jeannette Kasper, Maya Kessler, Thomas Schmid, Vreni Schneider, Martin Streit und Samuel Widmer.

 

Mit freundlichen Grüssen

i.A. des Vorschlagsausschusses der EMK Bern

Martin Streit, Pfarrer

Die Zukunft gestalten - die EMK Bern ab 2019

Information der Planungsgruppe

 

Liebe bekennende Mitglieder, liebe Freunde

 

Der Bezirksvorstand (BeVo) und der Ausschuss für Zusammenwirken Pfarrperson Gemeinde (AZW) haben eine Planungsgruppe eingesetzt, welche den Prozess plant und begleitet im Zusammenhang mit dem SLI-Prozess, den Anstellungsprozenten der Pfarrpersonen und anderen Angestellten, sowie den Finanzen des Gemeindehaushaltes.

 

- Wie Sie wissen, wird Theo Rickenbacher auf Ende 2018 pensioniert. Es geht darum, die Pfarrstelle neu zu besetzen.

- Wie Sie wissen, arbeiten wir als BeVo bereits seit über einem Jahr gemäss SLI-Konzept. Das hat nun weiterführende Konsequenzen für die EMK Bern.

- Wie Sie wissen, sehen die Finanzen unseres Gemeindehaushaltes nicht besonders gut aus.

 

Der BeVo und der AZW haben in den vergangenen 6 Monaten einige Eckpunkte festgelegt, welche wir an der Bezirksversammlung vom 15. April 2018 zur Abstimmung vorlegen wollen. Aus diesem Grund wurden am 25. Oktober 2017 alle Gremien eingeladen und über die Eckpunkte informiert.

Jetzt ist es an der Zeit, dass wir alle Mitglieder und Freunde darüber informieren und miteinander ins Gespräch kommen.

 

Am 3. Dezember 2017 findet an allen drei Standorten nach dem Gottesdienst eine erste kurze mündliche Information statt.

 

Anschliessend werden die Unterlagen allen Mitgliedern und Freunden per Mail oder per Post zugesandt. Sie haben dann die Möglichkeit, sich auszutauschen, Fragen zu stellen und sich selber Gedanken zu den vorgeschlagenen Eckpunkten zu machen.

Bis zur Bezirksversammlung vom 15. April 2018 werden wir Sie zu zwei Informations-veranstaltungen einladen, damit wir miteinander ins Gespräch kommen und mögliche Anpassungen bei den vorgeschlagenen Eckpunkten vor der BV vornehmen können.

 

Mit freundlichen Grüssen

i.A. der Planungsgruppe der EMK Bern

Martin Streit, Pfarrer

 

 

Hochzeit Ye Jin Kim und Daniel Wagner

Ende August haben Ye Jin Kim und Daniel Wagner in unserer Kirche an der Nägeligasse 4, geheiratet. Das Hochzeitsfest wurde vom koreanischen Pfarrer Myunghwan und Martin Streit geleitet. Viele Gäste und Freunde waren von beiden Gemeinden zur kirchlichen Feier gekommen, um mit den Beiden diesen besondern Tag zu erleben. Anschliessend waren alle zum Apéro Riche, wunderbaren Gitarrenklängen und feinem Dessertbuffet eingeladen (Die Eltern von Daniel sind Inhaber einer feinen Bäckerei-Konditorei!)

 

Ye Jin und Daniel kommen seit über 2 Jahren in unsere Gemeinde und haben zu den verschiedenen Altersgenerationen sehr guten und regen Kontakt. Die Beiden besuchen regelmässig unseren Gottesdienst am Sonntag und sind für unsere Gemeinde ein Geschenk. Ye Jin hat Ende Juni den Master II an der Hochschule der Künste (Abt. Musik) Bern/Biel erfolgreich abgeschlossen. In unserer Gemeinde ist sie mit Ihrer wunderbaren Sopran-Stimme bei verschiedenen Anlässen und Gottesdiensten aufgetreten und hat die Zuhörer begeistert und erfreut. Das nächste Mal wird Sie im Gottesdienst zum 4. Advent wieder singen, und so die Weihnachtsfreude vermitteln. Ihr Wunsch ist es, Gott zu loben und Ihm die Ehre zu geben. SOLI DEO GLORIA.

 

 

United Methodist Church